The Tea Party - Seven Circles (CD/2005)

09.06.2007 | Musik | Keine Kommentare

Indie-Rock, Pop, Prog-Rock - InsideOut Music/SPV

Bereits 2004 in ihrer kanadischen Heimat erschienen, gibt es das siebte Studioalbum von THE TEA PARTY mit dem astronomisch angehauchten Titel „Seven Circles" endlich auch in Deutschland. Astronomisch deshalb, weil Teile des Werkes Bezug auf diverse Annahmen des griechischen Astronomen Ptolemäus Bezug nehmen. Nach vierjähriger Pause wurde das erneute Lebenszeichen der Kanadier mit ziemlicher Spannung erwartet. Wer allerdings ein heftiger Anhänger so exzellenter Werke wie „Triptych" ist, wird vermutlich vom vorliegenden Ergebnis etwas enttäuscht sein.

Mit seinen Produktionen ist Bob Rock (u. a. Metallica) so etwas wie ein Erfolgsgarant in Sachen amerikanischer Gitarrenrock. Seine Mitarbeit bei „Seven Circles" hatte logischerweise zur Folge, dass die Musik stark vereinfacht wurde - weg von ausgetüftelten Spielereien und mit (leider) drastischer Reduzierung orientalischer Elemente, dafür hin zu simplerem, mainstreamigerem Gitarrenrock, mit zugegebenermaßen relativ eingängigen Melodien. Das gibt THE TEA PARTY zwar die Möglichkeit, sich evtl. einen anderen Hörerkreis zu erschließen, ob sie sich mit dem Vorstoß in einen ohnehin stark umkämpften Markt allerdings einen Gefallen getan haben wird sich zeigen.

Mir persönlich fehlt besonders die fantasievolle orientalische Seite der Kanadier, die bei „Seven Circles" nur sehr spartanisch und nur mehr unter songdienlichen Aspekten eingesetzt wird. Songs wie ‚Oceans’, ‚The Watchers’ und der Titeltrack ‚Seven Circles’ sind etwas sehr süßlich geraten und eher für Anhänger von Pop-/Rock-Bands wie Starsailor geeignet. Dann schon lieber ‚One Step Closer Away’ oder ‚Wishing You Would Stay’ mit Gastsängerin Holly McNarland, das für straighten, eingängigen Rock steht und auch einen gewissen Wiedererkennungswert besitzt.

Doch hält das siebte Studioalbum der kanadischen Platinträger auch ein paar wirkliche Perlen bereit. Mit ‚Luxuria’ wird endlich an die brillante Vergangenheit angeknüpft. Einleitend einige feine orientalische Trommelchen zu forschen Gitarrenriffs, und die Sache rockt ordentlich. Frappierende Ähnlichkeiten mit den grandiosen Groove-Stoner-Rockern Pothead weisen ‚Overload’ und noch viel mehr ‚Coming Back Again’ auf. Wenn man’s nicht besser wüsste, wäre man versucht Stein und Bein zu schwören, dass da Brad & Co. zugange sind und eine gepflegte Jam-Session auf’s Parkett legen.

Die europäische „Seven Circles"-Version beinhaltet einen auf der bereits vor einigen Monaten erschienen Kanada-Ausgabe nicht enthaltenen Enhanced-Teil mit drei Live-Videotracks. Auch wenn THE TEA PARTY mit „Seven Circles" ihre eigene, sehr hoch gelegte, Messlatte nicht wirklich erreichen, haben sie im Großen und Ganzen ein solides und auf ihre neue Art und Weise durchdachtes Album abgeliefert.

Tracklist:

01. Writing's On The Wall 2:40
02. Stargazer 4:11
03. One Step Closer Away 3:49
04. Oceans 4:35
05. Luxuria 4:25
06. Overload 3:53
07. Coming Back Again 4:44
08. The Watcher 4:16
09. Empty Glass 3:16
10. Wishing You Would Stay 4:11
11. Seven Circles 5:04
Gesamtspielzeit: 45:09 Min.

European Version = Kanada-Version + Bonus
12. Overload (Multimedia)
13. Writing’s On The Wall (Multimedia)
14. Oceans (Multimedia)

Line Up:

Jeff Martin - Gesang, Gitarre
Stuart Chatwood - Bass, Keyboards
Jeff Burrows - Drums

Externe Links:

Jeff Burrows@myspace.com
Stuart Chatwood@myspace.com
Jeff Martin @myspace.com
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